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Relaunch ohne Verlust von Platzierungen

Eine neue Website ist schön – bis auffällt, dass die alten Google-Platzierungen verschwunden sind. Das muss nicht sein. Worauf es beim Umzug ankommt, damit die hart erarbeitete Sichtbarkeit erhalten bleibt.

Was ein Relaunch ist

Ein Relaunch ist der grundlegende Neubau einer bestehenden Website – neues Design, neue Technik, oft eine neue Struktur. Anders als bei einer frischen Website gibt es hier eine Vorgeschichte: bestehende Adressen, bestehende Inhalte und, im besten Fall, bestehende Platzierungen bei Google, die über Jahre gewachsen sind.

Genau diese Vorgeschichte ist das Wertvolle – und das, was bei einem unbedachten Umzug verloren geht.

Warum Sichtbarkeit auf dem Spiel steht

Google kennt und bewertet Ihre Website über ihre Adressen (URLs). Jede einzelne Seite hat sich über die Zeit eine Position für bestimmte Suchbegriffe erarbeitet. Ändert sich beim Relaunch die Adresse einer Seite – und das passiert bei neuer Struktur fast immer –, dann steht die alte Adresse plötzlich ins Leere.

Für Google sieht das so aus, als wäre die Seite verschwunden. Die aufgebaute Position hängt an der alten Adresse, nicht am Inhalt. Wird die Verbindung nicht hergestellt, beginnt die neue Seite bei null – und das kann Monate kosten.

Der häufigste Fehler

Er ist schnell erklärt: die alte Website abschalten und die neue hochladen, ohne die alten Adressen auf ihre neuen Ziele umzuleiten. Alle bestehenden Links – aus Google, aus Lesezeichen, von anderen Websites – landen dann auf einer Fehlerseite.

Das Tückische: Auf den ersten Blick funktioniert die neue Website tadellos. Der Schaden zeigt sich erst über die folgenden Wochen, wenn die Zugriffe wegbrechen. Bis dann jemand die Ursache findet, ist wertvolle Zeit vergangen.

Weiterleitungen als Schutz

Das Werkzeug gegen dieses Problem heißt 301-Weiterleitung – eine dauerhafte Umleitung von einer alten Adresse auf ihr neues Ziel. Sie sorgt dafür, dass Besucher und Google von jeder alten Adresse automatisch an der richtigen neuen Stelle ankommen. Die aufgebaute Position wird dabei weitergereicht.

Damit das gelingt, gehören ein paar Regeln beachtet:

  • Jede alte Adresse braucht ein Ziel – nicht nur die Startseite.
  • Das Ziel sollte thematisch passen. Wer alles pauschal auf die Startseite leitet, verschenkt den größten Teil der Wirkung.
  • Die Weiterleitung sollte direkt führen, ohne Kette über mehrere Zwischenstationen.
  • Interne Links auf der neuen Seite zeigen von Anfang an auf die neuen Adressen, nicht auf die umgeleiteten alten.

Voraussetzung ist eine vollständige Liste aller alten Adressen. Die zieht man vor dem Umbau aus der bestehenden Website, der Sitemap und der Google Search Console.

Was sonst zu sichern ist

Neben den Adressen gehen beim Relaunch gern weitere Dinge unter:

  • Inhalte: Texte und Bilder, die ranken, sollten übernommen werden – nicht ersatzlos gestrichen.
  • Seitentitel und Beschreibungen, die sich bewährt haben, nicht leichtfertig überschreiben.
  • Strukturierte Daten, damit Google Inhalte weiterhin richtig einordnet.
  • Die Search Console für die neue Fassung einrichten und eine aktuelle Sitemap einreichen.
  • Ein Backup der alten Website aufbewahren, bis der Umzug nachweislich sitzt.

Die Wochen danach

Auch bei sauberer Umsetzung passiert etwas, das viele verunsichert: Google zeigt in den ersten Wochen weiterhin die alten Adressen in den Ergebnissen, obwohl die Weiterleitungen längst greifen. Das ist normal. Suchmaschinen brauchen Zeit, um jede Seite neu zu besuchen und die Umzüge zu verarbeiten – erfahrungsgemäß einige Wochen bis wenige Monate.

In dieser Phase sehen die Zahlen oft schlechter aus, als die Lage ist: Man misst einen Zwischenstand, kein Ergebnis. Der schlimmste Fehler jetzt wäre, nervös zu werden und erneut umzubauen – das verlängert die Übergangszeit nur. Ruhe bewahren, die Search Console beobachten, nachbessern wo nötig.

Aus eigener Erfahrung: Diese Website ist selbst ein Relaunch. Auch hier zeigte Google nach dem Umzug wochenlang alte Adressen, während die neuen Seiten erst nachrückten. Wer das weiß, deutet die Zahlen richtig – und lässt der Migration die Zeit, die sie braucht.

Kurz-Checkliste

  • Alle alten Adressen erfassen (Website, Sitemap, Search Console)
  • Für jede eine 301-Weiterleitung auf ein thematisch passendes Ziel
  • Rankende Inhalte, Titel und Beschreibungen übernehmen
  • Interne Links auf die neuen Adressen setzen
  • Nach dem Livegang: Weiterleitungen stichprobenartig prüfen
  • Neue Sitemap einreichen, Search Console beobachten
  • Ein paar Wochen Geduld – und nicht vorschnell wieder umbauen

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Wir bauen Ihre Website neu, ohne die Platzierungen zu verlieren, die Sie sich erarbeitet haben – mit sauberen Weiterleitungen und einem Blick auf die Wochen danach.

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