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Was kostet eine Website?

Die ehrlichste Antwort lautet zunächst: Das kommt darauf an. Aber worauf genau? Wer die Faktoren kennt, kann ein Angebot einordnen – und erkennt, ob ein Preis zu schön ist, um zu halten.

Warum die Spanne so groß ist

„Website" ist kein festes Produkt. Unter demselben Wort steckt die zusammengeklickte Ein-Seiten-Vorlage für unter hundert Euro genauso wie der individuell entwickelte Online-Auftritt für einen fünfstelligen Betrag. Nach dem Preis zu fragen, ohne den Umfang zu klären, ist wie die Frage nach dem Preis eines Autos – vom Kleinwagen bis zur Limousine ist alles dabei.

Genau deshalb ist ein pauschaler Preis unseriös. Wer ohne Rückfrage eine Zahl nennt, rät entweder oder verkauft eine Schablone. Sinnvoll wird die Frage erst, wenn klar ist, was die Website leisten soll.

Was den Preis bestimmt

Im Wesentlichen sind es fünf Größen:

  • Umfang. Eine einzelne Seite oder zwanzig? Jede Seite will konzipiert, gestaltet und mit Inhalt gefüllt werden.
  • Funktionen. Ein Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung, Mitgliederbereich, Shop oder mehrsprachige Inhalte sind es nicht – jede Funktion ist eigene Arbeit.
  • Individualität. Eine fertige Vorlage einfärben kostet einen Bruchteil dessen, was ein Auftritt kostet, der zu Ihrem Unternehmen entworfen wird und sich von Mitbewerbern abhebt.
  • Inhalte. Bringen Sie Texte und Bilder mit, oder müssen sie erst erstellt werden? Gute Inhalte sind oft der unterschätzte Posten.
  • Qualität unter der Oberfläche. Tempo, Barrierefreiheit nach WCAG 2.2 und saubere Technik sieht man einer Website nicht sofort an – sie machen aber den Unterschied zwischen einer Seite, die nur existiert, und einer, die arbeitet.

Einmalig und laufend

Eine Website ist kein einmaliger Kauf, der danach nichts mehr kostet. Es gibt zwei Arten von Kosten, und beide gehören in die Rechnung:

Einmalig sind Konzept, Gestaltung und Umsetzung – der Bau der Website. Laufend sind Domain und Hosting sowie die Wartung: Updates, Backups und Sicherheit. Wer nur den Baupreis vergleicht, vergleicht die halbe Wahrheit. Eine günstig gebaute Website, die niemand pflegt, wird schnell zum Risiko – und dann zum Kostenfaktor.

Baukasten, Freelancer, Agentur

Baukasten selbst bauen

Am günstigsten im Einstieg, dafür Ihre Zeit und Ihre Grenzen. Für einen ersten Auftritt möglich – mit den Einschränkungen, die im Beitrag zu den Nachteilen von Baukästen stehen.

Freelancer beauftragen

Oft günstiger als eine große Agentur und persönlicher. Die Frage ist die Verfügbarkeit über die Jahre: Wer betreut die Seite, wenn die eine Person einmal ausfällt?

Agentur beauftragen

Höhere Preise, dafür Bündelung von Gestaltung, Technik, Suchmaschinenoptimierung und Betreuung sowie meist längere Verlässlichkeit. Bei kleinen, inhabergeführten Agenturen bekommen Sie beides: einen festen Ansprechpartner und die Bandbreite eines Teams.

Was „günstig" später kostet

Der niedrigste Preis ist selten der günstigste. Was am Anfang gespart wird, taucht später an anderer Stelle wieder auf:

  • Eine Vorlage, die aussieht wie tausend andere, kostet Wirkung
  • Eine langsame oder schlecht auffindbare Seite kostet Besucher und Anfragen
  • Fehlende Barrierefreiheit kann bei Betroffenheit rechtlich teuer werden
  • Ein System, das niemand mitnehmen kann, kostet beim nächsten Wechsel einen Neubau

Das heißt nicht, dass teuer automatisch besser ist. Es heißt, dass der Preis allein nichts über den Wert aussagt. Entscheidend ist, was Sie für Ihr Geld bekommen – und was es Sie kostet, wenn Sie es nicht bekommen.

Wenn der Einmalbetrag zu hoch ist

Manchmal ist nicht der Gesamtpreis das Problem, sondern der Einmalbetrag. Für diesen Fall gibt es einen Mittelweg: eine eigenständige Website zu einer festen Monatsrate, inklusive Betreuung. Die Kosten werden planbar, ohne die Abhängigkeit eines Baukastens. Mehr dazu im Beitrag zum Webseiten-Leasing.

Eine ehrliche Orientierung

Ganz ohne Zahl möchten die meisten nicht gehen, deshalb ein grober Rahmen: Eine professionell gebaute Website für einen kleineren Betrieb liegt in aller Regel im vierstelligen Bereich – nach oben offen, je nach Umfang und Funktionen. Dazu kommen die laufenden Kosten für Domain, Hosting und Betreuung.

Das ist bewusst grob. Eine belastbare Zahl entsteht erst, wenn klar ist, was die Website können soll – und die bekommen Sie bei uns nach einem kurzen Gespräch, nicht als Schätzung ins Blaue. Einen ersten Eindruck vom Zustand einer bestehenden Website liefert der Website-Check.

Was würde Ihre Website kosten?

Sagen Sie uns, was sie können soll und wer sie pflegen wird. Dann nennen wir Ihnen einen belastbaren Rahmen – kostenlos und unverbindlich.

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