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Webhosting: worauf es bei der Auswahl ankommt

Der Hoster ist die unsichtbare Grundlage jeder Website. Man merkt ihn erst, wenn etwas klemmt – die Seite lädt zäh, der Support meldet sich nicht, eine Rechnung wächst unerwartet. Wer vorher hinschaut, spart sich das.

Was ein Hoster leistet

Ein Webhoster stellt den Platz und die Technik bereit, auf der Ihre Website läuft: Server, Speicher, Datenbanken, E-Mail-Postfächer und die Anbindung ans Internet. Ihre Domain zeigt auf diesen Server, und von dort wird Ihre Seite an jeden Besucher ausgeliefert.

Das klingt nach einer reinen Formsache, ist aber eine Grundsatzentscheidung. Der Hoster bestimmt mit, wie schnell Ihre Seite lädt, wie zuverlässig sie erreichbar ist, wie gut Ihre Daten geschützt sind – und wie viel Nerven es kostet, wenn einmal etwas nicht funktioniert.

Warum die Wahl entscheidend ist

Die beste Website nützt wenig, wenn der Unterbau sie ausbremst. Drei Dinge hängen unmittelbar am Hoster:

  • Tempo. Antwortzeit des Servers, verfügbare Rechenleistung und die unterstützte PHP-Version wirken sich direkt auf die Ladezeit aus – und die entscheidet, ob Besucher bleiben. Tempo ist auch ein Signal, das Suchmaschinen bewerten.
  • Erreichbarkeit. Fällt der Server aus, ist Ihre Seite weg – und mit ihr Anfragen und Vertrauen. Wie oft und wie lange das vorkommt, ist eine Frage der Server-Qualität.
  • Sicherheit und Datenschutz. Wo die Server stehen, wie aktuell die Software gehalten wird und wie Backups organisiert sind, entscheidet im Ernstfall über den Schaden.

Das Modell der Massenhoster

Was jetzt folgt, ist unsere Einschätzung aus über zwanzig Jahren täglicher Arbeit mit Websites und ihren Hostern – eine Erfahrung, keine allgemeingültige Wertung. Die großen, stark beworbenen Anbieter, wie man sie aus Fernsehspots, Bannern und Ein-Euro-Angeboten kennt – zu den bekanntesten zählen etwa Ionos, Strato, Host Europe oder DomainFactory –, arbeiten nach einem klaren Prinzip: sehr viele Kunden zu einem sehr niedrigen Preis. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Beschreibung des Geschäftsmodells. Nur so lässt sich der beworbene Preis darstellen. Aus diesem Modell ergeben sich nach unserer Erfahrung strukturelle Kompromisse, die man kennen sollte.

Viele Websites teilen sich einen Server

Beim günstigen Shared Hosting liegen zahlreiche Kundenwebsites gemeinsam auf einem Server. Wie viele es sind, bestimmt der Anbieter. Je dichter belegt, desto günstiger der Preis – und desto eher konkurrieren die Seiten um dieselbe Rechenleistung. Ein Nachbar mit viel Betrieb kann dann Ihre Seite ausbremsen, ohne dass Sie etwas dafür können.

Support ist der teuerste Posten

Persönliche Hilfe kostet Geld. Bei einem auf Masse ausgelegten Preis wird an dieser Stelle am ehesten gespart – über Warteschleifen, ausgelagerte Hotlines oder Antworten erst nach Tagen. Solange nichts passiert, fällt das nicht auf. Im Ernstfall ist es der Moment, in dem es am meisten weh tut.

Der Preis der Werbung wächst

Beworbene Einstiegspreise gelten häufig nur für eine Anfangszeit und steigen danach. Was im ersten Jahr günstig aussieht, ist über fünf Jahre gerechnet oft teurer als gedacht. Auch hier gilt: nicht in Monaten rechnen, sondern in Jahren.

Fair eingeordnet: Für ein privates Projekt oder eine reine Testseite kann ein solches Angebot völlig ausreichen. Sobald eine Website geschäftlich zählt – Anfragen, Umsatz, Ruf –, sollte der Hoster nicht die schwächste Stelle sein. Und noch ein Rat aus der Praxis: Fragen Sie vor dem Abschluss den Webdesigner Ihres Vertrauens. Wer Websites baut und betreut, weiß aus Erfahrung, mit welchen Anbietern sich gut arbeiten lässt und wo es im Ernstfall hakt – diese Einschätzung ist mehr wert als jeder Werbespot.

Worauf Sie achten sollten

Ein guter Hoster muss nicht der teuerste sein. Er sollte diese Punkte erfüllen:

  • Serverstandort Deutschland. Server in Deutschland vereinfachen den Datenschutz erheblich und verkürzen die Wege zu Besuchern aus der Region.
  • Aktuelle Software. Neue PHP-Versionen, moderne Datenbanken und zeitgemäße Verschlüsselung sollten selbstverständlich und einstellbar sein.
  • Regelmäßige Backups – automatisch, mit der Möglichkeit, selbstständig einen früheren Stand zurückzuholen.
  • Erreichbarer Support in Ihrer Sprache und mit vernünftigen Antwortzeiten. Das ist das Kriterium, das man am seltensten testet und am meisten braucht.
  • Ordentliche E-Mail-Funktion. Postfächer, die zuverlässig zustellen und nicht im Spam landen, sind mehr wert, als man denkt.
  • Faire, gleichbleibende Preise ohne Lockangebot, das später anzieht.
  • Umzugsfreiheit. Sie sollten Ihre Website und Daten jederzeit zu einem anderen Anbieter mitnehmen können.

Unsere Empfehlung

Wir hosten die Websites unserer Kunden – und diese Website – bei ALL-INKL.COM. Das ist eine bewusste Wahl aus Erfahrung, keine Zufallsentscheidung: Server in Deutschland, ein Support, der tatsächlich und schnell antwortet, aktuelle Technik und Preise, die bleiben, was sie sind. Genau die Punkte also, die weiter oben stehen.

Der Vollständigkeit halber: All-Inkl ist über einen Empfehlungslink zugleich einer unserer Partner. Das ändert nichts an der Einschätzung – wir würden ohne diesen Link exakt dasselbe empfehlen, weil wir selbst dort sind. Alle Angaben dazu transparent auf unserer Seite mit Empfehlungen.

Wichtiger als der Name: Nicht der bekannteste Hoster ist der beste, sondern der, der die Kriterien oben erfüllt. Prüfen Sie danach – dann kommen Sie auch zu einer guten Wahl, wenn es einmal ein anderer sein soll.

Den Hoster wechseln

Ein Umzug klingt nach Aufwand, ist bei einer eigenständigen Website wie unter WordPress aber gut planbar. Wichtig ist die Reihenfolge:

  • Vollständige Sicherung von Dateien und Datenbank, bevor irgendetwas angefasst wird.
  • Website beim neuen Hoster aufsetzen und dort in Ruhe testen, solange die alte noch läuft.
  • E-Mail-Postfächer mitdenken – sie werden beim Umzug gern vergessen, sind aber oft geschäftskritisch.
  • Domain erst umstellen, wenn die neue Seite geprüft ist. Danach ein paar Tage beide Zugänge behalten.
  • Zum Schluss den alten Vertrag kündigen – nicht vorher.

Der teure Fehler ist auch hier, zuerst zu kündigen und dann umzuziehen. Wer den Wechsel nicht selbst machen möchte, sollte ihn begleiten lassen; der reine Umzug ist in der Regel schnell erledigt.

Unsicher, ob Ihr Hosting noch passt?

Wir schauen uns Tempo, Serverstandort und Einrichtung Ihrer Website an und sagen Ihnen, ob ein Wechsel sich lohnt – und begleiten ihn auf Wunsch.

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